Rökerfisch ...

... ist die plattdeutsche Übersetzung für "Räucherfisch" und der Titel eines Gedichtes, das unser alter Kunde und Freund SIEGMUND OLM geschrieben hat.

 

Ik sech tau einen gauden Fründ:

Hüt führ ik an dei Küst,

ik hal mi frischen Rökerfisch,

hest du dat noch nich wüsst?

 

Denn Rökerfisch schmeckt wunnerbor,

rükt hei na Rok ganz frisch

un du fröchst mi: Wat willst du dor?

Kam hüt an mienen Disch!

 

Tau giern ät ik den’n Rökerfisch,

am leiwsten Rökeraal,

dei kümmt as Spickaal up den’n Disch,

dat is dei ierste Wahl.

 

Tau Meddach sall’t frisch Tüften gäb’n,

dortau gifft Rökerflunnern,

glöf mi dat man: dat is ein Läb’n,

oll Fründ, du warst di wunnern.

 

Un wenn dat fetten Bückling gifft,

ät ik giern weck mit Rogen,

frisch rökert süht hei güllen ut –

dat’s uk wat för mien Oogen.

 

Doch – uk dei annern Rökerfisch

dei will ik nich vergäten –

Makrelen, Sprotten un Forell’n –

uk dei mücht ik giern äten.

 

Hüt Abend hemm’ wi ein por Gäst,

dei mögen Fisch as ik,

ik sech: Ik bin in Freist hüt wäst –

nu äten wi uns dick.

 

Ik ät noch immer Rökerfisch –

kam ik uk in die Johr’n –

dat Äten höllt mi jung und frisch,

drink ik dortau ’n Klor’n.

 

Säuk di in Freist die Rökerie

un köp di dit un dat –

denn hest du groten Spaß dorbi,

dei Oll’ dor, dei spräkt Platt.



Tja - wer plattdeutsch versteht, hat sicher eben seine Freude gehabt - allen anderen mag es Ansporn sein, "platt" zu lernen ...